Aus bislang unbekannter Ursache geriet das Wirtschaftsgebäude am Montagabend in Obermillstatt in Brand. Der Besitzer wurde durch das laute Bellen seines Hundes auf das Feuer aufmerksam und setzte den Notruf ab. Wie Einsatzleiter Martin Untermoser, Kommandant der Feuerwehr Obermillstatt, sagte, stand das Wirtschaftsgebäude bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte in Vollbrand. „Wir wurden um 21.18 Uhr mittels Sirenenalarm in Obermillstatt zu einem Wirtschaftsgebäudebrand gerufen. Mit einem B5-Alarm", sagte Untermoser.
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Schwierige Wasserversorgung
Bereits bei der Anfahrt sei sichtbar gewesen, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war. Die erste Priorität der Feuerwehren war es, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohngebäude zu verhindern. Es wurden mehrere Riegelstellungen rund um die angrenzenden Wohnhäuser aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, was auch gelang.
Die Löscharbeiten wurden laut Feuerwehr durch die schwierige Wasserversorgung erschwert. Der ortsnahe Mühlbach führt derzeit kein Wasser, sagte Untermoser: „Deswegen wurden vom Rigenbach zwei extrem lange Schlauchleitungen gelegt. Die Erstwasserversorgung, wo es ganz, ganz Gold wert war, beim Hotel Alpenrose in Obermillstatt, wo wir einen Swimmingpool mit 120 Kubikmeter Wasser sofort zur Verfügung gehabt haben. Und da haben wir uns natürlich sofort bedient." Für die Wasserversorgung wurden außerdem mehrere Leitungen knapp einen Kilometer in die Millstätter Schlucht verlegt.
Drehleiter angefordert
Im weiteren Einsatzverlauf rückte die Feuerwehr Spittal mit der Drehleiter an. Über die Drehleiter konnte das brennende Wirtschaftsgebäude gezielt von oben bekämpft werden, wodurch auch schwer zugängliche Bereiche des Gebäudes erreichbar waren. Insgesamt standen elf Feuerwehren – Millstatt, Obermillstatt, Treffling, Döbriach, Radenthein, Seeboden, Spittal, Lammersdorf, Laubendorf, Matzelsdorf und Kötzing – mit 19 Fahrzeugen und rund 240 Einsatzkräften im Einsatz. Auch Polizei und Rotes Kreuz waren vor Ort.
Polizeidrohne im Einsatz
Die Polizei setzte eine Drohne mit Infrarot-/Wärmebildtechnik ein, um verbliebene Glut- und Wärmenester festzustellen. Beim Überflug des Stallgebäudes wurden Temperaturen von bis zu ca. 180 Grad gemessen. Nach Mitternacht wurden zusätzlich ein örtliches Kranunternehmen und ein Erdunternehmen zur Einsatzstelle gerufen.
Mit Kran und Bagger wurden Heuballen und der Heustock aus dem Gebäude entfernt. Die aus dem Gebäude geborgenen Materialien mussten dann durch Atemschutztrupps der Feuerwehren gelöscht werden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Obermillstatt bleiben weiterhin vor Ort. Ein endgültiges „Brand aus" kann derzeit noch nicht gegeben werden. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.