Ein 20-Jähriger war nach einem Feuerwehrfest in St. Stefan bei Globasnitz zu Fuß in Richtung St. Michael ob Bleiburg unterwegs, als er auf Höhe von Traundorf von einem entgegenkommenden Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt wurde. Der Unfalllenker oder die Unfalllenkerin flüchtete, mehr dazu in Toter Fußgänger: Fahrer flüchtig.

Fahrzeugteile könnten wichtige Spur liefern

Bei einer neuerlichen Untersuchung der Unfallstelle konnte die Tatortgruppe des Landeskriminalamts Kärnten mehrere Kleinteile sicherstellen, „die jetzt kriminaltechnisch untersucht werden“, sagte Polizeisprecherin Lisa Sandrieser am Mittwoch. Gleichzeitig wertet die Polizei zahlreiche Videoaufnahmen aus und überprüft mögliche Fahrzeuge. Es gebe viele Hinweise aus der Bevölkerung und jeder werde genauestens überprüft, hieß es.

Lenker oder Lenkerin flüchtete

Laut Zeugenaussagen dürfte der Unfalllenker rund 100 Meter nach der Unfallstelle sein Fahrzeug kurz angehalten haben und ausgestiegen sein. Als sich der Pkw einer Zeugin näherte, sei der oder die Unfalllenkerin wieder eingestiegen und in Richtung St. Stefan ob Bleiburg gefahren. Danach verliere sich die Spur. Eine genaue Beschreibung des Fahrzeugs bzw. des oder der Lenkerin konnte die Zeugin aufgrund der herrschenden Dunkelheit um 4.23 Uhr nicht machen.

Unmittelbar an der Stelle, an der der vermutliche Unfalllenker stehengeblieben und ausgestiegen war, wurden Gegenstände, die üblicherweise in einem Fahrzeug mitgeführt werden, aufgefunden.

Sie wurden gesichert und werden derzeit im kriminaltechnischen Labor des Landeskriminalamtes auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke untersucht.

Unfall-Pkw vermutlich beschädigt

Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass das gesuchte Fahrzeug im Frontbereich schwer beschädigt ist. Die Frage, wo sich das Fahrzeug befindet, ist weiterhin zentral, hieß es von der Polizei. „Jedes Detail zählt, jede Kleinigkeit könnte wichtig sein und uns Informationen liefern“, so Sandrieser. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Bleiburg, jede Polizeidienststelle sowie der Notruf 133 entgegen.