Die anhaltende Hitze und die Trockenheit stellen auch die heimische Obstproduktion vor Herausforderungen. Vor allem, dass lang anhaltende Niederschläge seit Wochen ausbleiben, führt dazu, dass einige Obstsorten aktuell nicht so stark an Gewicht zulegen können, wie gewohnt. Geht das auch in den nächsten Wochen so weiter, könnten Ernteausfälle von bis zu 30 Prozent die Folge sein.

Bis zu 100 Tonnen weniger Obst

250 und 300 Tonnen Obst erntet Erwerbsobstbauer Dietmar Kainz auf seinen Plantagen in Gemmersdorf bei St. Andrä im Lavanttal durchschnittlich jedes Jahr. Heuer könnte die Ernte aber um bis zu einem Drittel geringer ausfallen, sagte Kainz. Sorge bereitet ihm vor allem, dass ein länger anhaltender Regen schon seit Wochen ausbleibt. Mangelt es den Bäumen aber an Wasser, erreichen viele Früchte nicht ihr gewünschtes Gewicht und bleiben klein.

Das mache sich auch beim Ernteertrag deutlich bemerkbar, sagt Kainz: „Wenn wir nicht bis Mitte August, wo die Früchte noch größer werden können, noch genügend Niederschläge kriegen und es so trocken bleibt, dann kann man sicher mit 20 bis 30 Prozent Ernteausfall rechnen. Kleinere Früchte bringen weniger Ertrag.“

Bäume lassen Früchte fallen

Ein Problem seien aber nicht nur die möglichen Einbußen bei der Größe des Obsts. Auch dass manche Bäume einen Teil ihrer Früchte fallen lassen, hat Kainz beobachtet. Auch dafür seien mitunter der fehlende Niederschlag und der dadurch entstandene Trockenstress verantwortlich.

„Wenn der Baum unter Trockenstress steht, dann wirft er natürlich gewisse Früchte ab, die einfach zu viel sind, damit er die restlichen Früchte noch relativ gut ernähren kann“, sagte Kainz. Eine endgültige Bilanz über das heurige Jahr möchte Kainz aber erst ziehen, wenn die Ernte abgeschlossen ist.