Das große Greißlersterben sei vorbei, sagt Anton Kovsca, Sprecher der Kärntner Nahversorger, allerdings nur deshalb, weil es nur mehr wenige gebe: „Die bis heute überlebt haben, sind so aufgestellt, dass sie auch für die Zukunft eine Überlebenschance und Möglichkeit haben, wenn man auf das richtige Pferd setzt.“

Angebot, das Supermärkte nicht haben

Das richtige Pferd bedeutet für ihn Spezialisierung und ein Angebot, das die großen Supermärkte nicht haben: „Das ist das Problem, dass wir relativ wenige Gasthäuser und Restaurants haben. Viele Kaufleute haben dazu genommen, dass sie gesagt haben, sie haben eine Kaffee-Ecke, sie bieten irgendwelche selbstgemachten Fertiggerichte an, bieten lokale Produkte von Honig über Speck über Molkereiprodukte, Käse und so weiter an. Das können und haben die großen Märkte nicht und das ist schon ein Riesenvorteil.“

Im ländlichen Bereich hätten es Greißler einfacher als in der Stadt, doch: „Aber wenn man St. Veit hernimmt, der Hauptplatz ist eigentlich eine tolle Location und ich könnte mir schon vorstellen, dass das mit dem richtigen Sortiment funktioniert“, so Kovsca.

„Mussten Lebensmittel wegwerfen“

Der bisherige Nah&Frisch-Händler auf dem St. Veiter Hauptplatz teilte in einer Aussendung mit, dass es unter anderem auch an der fehlenden Frequenz gelegen habe, dass das Geschäft am 29. August schließen muss. Leider, so hieß es in der Aussendung, sei das Geschäft von den Kunden nicht richtig angenommen worden, man habe tonnenweise Nahrungsmittel wegwerfen müssen, so die Kaufleute.

Seitens der Stadt hieß es auf Anfrage des ORF, dass es wünschenswert wäre, wieder einen Supermarkt am Hauptplatz gewinnen zu können. Konkrete Anfragen gebe es aber noch keine.