Ein typisches Szenario, das die Betrüger ihren Opfern vorspielen ist, dass eine Einbrecherbande in der Umgebung ihr Unwesen treibe. Auch der Name und die Adresse des Opfers würden auf einer Liste stehen, warnen die angeblichen Polizisten. Um alle Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen, bieten sich die Betrüger an, die Wertsachen zur Verwahrung zu übernehmen. Dann vereinbaren die Täter ein Treffen zur Übergabe der Wertsachen und verschwinden mit ihrer Beute. Die Täter nutzen hier das Vertrauen in die Polizei beziehungsweise die Angst, das Ziel von Einbrechern zu werden, aus.
Bei Zweifeln Telefonat sofort beenden
Allgemein rät die Polizei in einer Aussendung am Mittwoch zur Vorsicht bei unbekannten Anrufern. Wenn Zweifel an der Echtheit eines Anrufers bestehen, der angibt von der Polizei zu sein, sollte aufgelegt werden. Unter der polizeilichen Servicenummer +43 59 133 kann man sich die Echtheit des Anrufers bestätigen lassen oder den Betrugsversuch melden.
Wird man von einem angeblichen Polizisten in ein Gespräch verwickelt, sollte sich der Angerufene fragen, ob die Geschichte stimmen könne. Keinesfalls sollten in so einem Gespräch Details über das eigene Vermögen preisgegeben werden. Man sollte sich auch nicht unter Druck setzen lassen, hieß es von der Polizei. Die Täter werden versuchen, das Gespräch aufrechtzuerhalten, damit ihr Opfer keinen klaren Gedanken fassen kann.
Fremde nicht in die Wohnung lassen
Empfohlen wird auch, niemanden in die Wohnung zu lassen und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben. Taucht ein angeblicher Polizist vor der Wohnung auf, sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen. Empfohlen wird auch, sofort mit Verwandten oder Freunden zu sprechen.
Vor allem die ältere Generation sei von diesen Betrugsarten betroffen, hieß es von der Polizei. Sollte man Opfer von Betrügern geworden sein, sollte man sich sofort an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Betrüger mit ihrer Beute noch gefasst werden können.
Pensionistin von angeblichen Bankbeamten betrogen
In Klagenfurt wurde eine 73 Jahre alte Frau von einem angeblichen Bankmitarbeiter angerufen. Der Unbekannte gab an, man habe verdächtige Abbuchungen auf dem Konto der Pensionistin festgestellt. Der Anrufer bot an, die Buchungen zu retournieren. Dafür ließ er sich die Vorgänge in der Banking-App der Pensionistin bestätigen.
Die Frau glaubte dem Täter und gab dadurch mehrere Abbuchungen von ihrem Konto frei. Sie erlitt einen Schaden in Höhe von einigen Tausend Euro. Als sie den Betrug bemerkte, erstattete sie Anzeige.