Es ist eine lange Liste an Verletzungen, die die Frau aus St. Andrä im Lavanttal nach dem Angriff des 37-Jährigen im letzten Mai davongetragen hatte. Sie erlitt neben zahlreichen Prellungen mehrere Platzwunden im Gesicht und Brüche am Körper und im Gesicht. Die Frau dürfte ein Zufallsopfer gewesen sein, denn offiziell kennen einander Täter und Opfer gar nicht.

Widersprüche bei Entlastungszeugen

Ob er sich zu seiner Tat bekenne, fragte Richter Gernot Kugi den Angeklagten. Dieser bestritt, für die vielen Verletzungen der Frau verantwortlich zu sein. Er habe damals mehrere Tage gefeiert, führte der Mann an. Zum genannten Zeitpunkt habe er sich auch gar nicht im Wohnhaus aufgehalten, sagte der Angeklagte. Mehrere Bekannte des Mannes wurden als Zeugen befragt. Sie widersprachen sich jedoch bei ihren Aussagen.

Keine Widersprüche fand Richter Gernot Kugi hingegen in den Aussagen der Frau. Und auch die Bilder zu ihren Verletzungen seien eindeutig, sagte Kugi.

37-Jähriger mehrmals einschlägig vorbestraft

Der Angeklagte wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Das hohe Strafmaß begründete der Richter mit den vielen, auch einschlägigen, Vorstrafen des Angeklagten. Außerdem sei der 37-Jährige bereits kurz nach seiner letzten Haft erneut straffällig geworden, sagte der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.