Noch im Juli war das Wasser im Klagenfurter Strandbad so sauber wie in Loretto oder Maiernigg. In diesen beiden Strandbädern sind Fäkalbakterien kaum nachweisbar. Laut dem jüngsten Untersuchungszeugnis gibt es nun aber im Strandbad ein erhöhtes Vorkommen des E. coli-Bakteriums. Die Probe, die am 5. August im Bereich der mittleren Brücke entnommen wurde, zeigt, dass der festgelegte Richtwert um etwas mehr als das Dreifache überschritten wird.

Baden im Strandbad unbedenklich

Demnach wären 100 E. coli-Bakterien normal, gemessen wurden 307 in 100 Milliliter Wörtherseewasser. Baden ist trotzdem bedenkenlos möglich. Zur allgemeinen Bedeutung von Richtwert und Grenzwert sagte die Leiterin der Abteilung Gesundheit der Stadt, Birgit Trattler: „Grundsätzlich kann man sagen, die Werte sind Indikatoren. Sie zeigen uns an, dass man weiter darauf achten sollte. Deshalb unterscheiden wir ja auch zwischen Richtwert und Grenzwert.“ Wenn so ein Richtwert einmal überschritten sei, dann sei das ein Anzeichen, dass Fäkalien von Mensch oder Tier das Wasser verunreinigen, so Trattler.

Baden in der Sattnitz nicht angeraten

Ungleich schmutziger als im Wörthersee ist das Wasser seit Monaten in der Sattnitz, dem Wörtherseeabfluss, der eigentlich Glanfurt heißt. Im Vergleich zum Juli wurde die Wasserqualität streckenweise sogar noch schlechter. Laut der jüngsten Probe gibt es eine Grenzwertüberschreitung für intestinale Enterokokken im Bereich der Schrödinger Straße/Ecke St. Ruprechter Straße. Auch der Richtwert für E. coli wird dort um das Fünfeinhalb-Fache überschritten. An dieser Stelle ein Bad zu nehmen, sei damit nicht zu empfehlen.

Trattler sagte dazu: „Wenn die Konzentration so hoch ist, dann kann es eben zu Durchfällen, zu Erbrechen führen, auch zu sehr hartnäckigen Harnwegsinfektionen, es kann sogar zu einer Blutvergiftung kommen oder auch zu einer Herzklappenentzündung. Besonders gefährdet sind Menschen, die immungeschwächt sind oder eben eine schwere chronische Erkrankung haben und Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet.“ Hinweise darauf, dass Fäkalbakterien mutwillig eingebracht werden, gebe es nach wie vor keine.