Es war 22.40 Uhr und der Ryanair-Flug nach Mallorca sollte bald starten. Zwei Männern einer Gruppe von sieben Männern und einer Frau aus den Bezirken Klagenfurt-Land und Feldkirchen wurde vom Piloten der Flug verweigert, weil sie alkoholisiert waren. Schon zuvor waren sie bei der Gepäckskontrolle auffällig gewesen. Es kam zu heftigen Diskussionen, was schließlich auch den Einsatz der Polizei erforderte. Die beiden Männer beschimpften die einschreitenden Beamten und mussten zur Klärung ihrer Identität auf die Polizeiinspektion (PI) gebracht werden.

Dazu sagte Marianne Dionisio, stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Annabichl: „Sie wurden dann von unseren Kollegen vom Flieger weggeleitet und auf die PI Annabichl gebracht, wo die Identität festgestellt wurde, denn die wollten sie nicht preisgeben. Während dieser Amtshandlung hat der Pilot beschlossen, dass auch die weiteren sechs Personen dieser Gruppe den Flug nicht antreten dürfen. Dann sind meine Kollegen neuerlich zum Flieger und haben auch diese Herrschaften vom Flieger eskortiert.“

Dabei waren zwei weitere Personen äußerst aggressiv, es kam zu Handgreiflichkeiten mit den einschreitenden Beamten. Dionisio sagte: „Indem sie zum Teil die Kollegen attackiert haben, die Kollegen beschimpft haben. Das Ganze ist dann ein bisschen ausgeufert, sodass es zu insgesamt fünf Festnahmen gekommen ist.“

Ryanair könnte Strafe kassieren

Vier Personen wurden wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und eine Person wegen einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen. Ein Polizeibeamter wurde bei der Amtshandlung verletzt. Der Flug für die restlichen 150 Passagiere konnte mit einer Verspätung von etwas mehr als einer Stunde fortgesetzt werden.

Der Vorfall könnte für die Polterrunde noch teuer werden: Ryanair kündigte zuletzt an, von randalierenden Passagieren mindestens 590 Euro Strafe zu kassieren.