Die bisherigen Arbeiten auf der Baustelle betrafen den Untergrund, daher sah man noch kaum etwas. Eine 24 Meter tiefe und 500 Meter lange Schmalwand aus Beton dichtet die Baugrube und das spätere Hallenbad im Erdreich ab. Sie ist mittlerweile ausgehärtet. Außerdem sei das Grundwasser abgepumpt worden und es werden laufend Messungen durchgeführt, sagte Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole: „Da zeigt sich, dass alles nach Plan verläuft. Es wird jetzt auf der Straße auch die Linksabbiegespur vorbereitet und dann sind die Tage der Ruhe vorbei, dann beginnt das große Baggern.“

Stadtwerke: Bau von Hallenbad im Zeitplan

Am Klagenfurter Südring befindet sich eine der größten Baustellen Klagenfurts. Im ersten Quartal 2028 soll das neue Hallenbad eröffnet werden. Bisher wurde im Untergrund gearbeitet, ab September wird die Baugrube ausgehoben. Dann kann mit dem Bau des dreigeschossigen Gebäudes begonnen werden. Man sei im Zeitplan, heißt es von den Stadtwerken.

72 Mio. Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten werden mit 72 Millionen Euro angegeben, darin enthalten sind 4,4 Millionen Euro für das neue Olympiazentrum, das vom Stadionsportpark zum Hallenbad übersiedeln wird. Kosten- und Zeitplan mit der Eröffnung 2028 werden eingehalten, versicherte Smole.

Eigene Buslinie zum neuen Hallenbad

Das Verkehrskonzept sieht vor, dass Autos vom Südring ostseitig zum Hallenbad zufahren und parken können. Ebenso die Busverbindung, sagt Straßenbaureferentin Sandra Wassermann (FPÖ): „Die neuen Busplanungen, die waren auch als Grundlage des Verkehrskonzepts vom Hallenbad neu implementiert. Das bedeutet, dass wir hier im 20-Minuten-Takt eine neue Buslinie für alle Besucherinnen und Besucher des Hallenbades errichten. Die Linie beginnt bei der Hubertusstraße und endet dann am Südring und kann über den Heiligen-Geist-Platz oder auch über den Hauptbahnhof im 20-Minuten-Takt bedient werden.“

Wassermann spricht von einem fehlenden Controlling des Großprojekts im Rathaus. „Ich muss mich zu 100 Prozent auf die Stadtwerke verlassen. Wir haben keine Möglichkeit, beim Projektmanagement einzugreifen. Es wurde der Gemeinderat heuer noch nicht einmal über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informiert“, so Wassermann. Smole sagte dazu, es gebe eine umfangreiche regelmäßige Berichterstattung, es gebe Lenkungsausschüsse im kleinen Kreis, es gebe auch regelmäßig Ausschüsse im Rathaus, wo informiert werde. „Wir informieren umfangreich.“

Eintrittspreise noch nicht fixiert

Was noch offen ist, sind die künftigen Eintrittspreise für das neue Familien- und Sportbad Klagenfurt. „Noch haben wir keine fixierte Liste mit Eintrittspreisen. Wir kennen jetzt aber die Gesamtkosten und jetzt können wir mit den Berechnungen beginnen“, so Smole. Spätestens zur Eröffnung im ersten Quartal 2028 sollte diese Frage beantwortet werden.