Eine Gemeinde ohne Wirtshaus ist heute Realität, was früher unvorstellbar war. Der wichtige Treffpunkt im Ort gehört auch in Globasnitz/Globasnica der Vergangenheit an, letztes Jahr schloss das letzte Gasthaus. Bürgermeister Bernard Sadovnik sagte, das sei ganz schlimm, es gebe niemanden mehr, der die Besucherinnen und Besucher versorge. Früher haben die vielen Gastronomen alles abgedeckt: „Alle kommen jetzt von außen. Wenn wir die Vereine nicht hätten, die Feuerwehr nicht hätten, dann wäre das Gemeinschaftsleben komplett daneben.“

Kein Wirtshaus mehr in Globasnitz

In Globasnitz war am Samstag viel los, denn das 26. Farant-Fest mit Musik und zahlreichen Marktständen mit regionalen Produkten fand statt. Erfunden wurde das Fest, bei dem Wirte und Bauern zusammenarbeiten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nun gibt es aber kein einziges Gasthaus mehr und auch die Bauern werden weniger.

Farant-Fest sollte Wirtschaft beleben

Die Suche nach Nachfolgern gestalte sich immer öfter schwierig, viele Auflagen würden es gerade kleinen Betrieben schwer machen, so Hubert Kordez, er ist auch Obmann der Farant-Bauern: „Das Farant-Fest ist entstanden, als wir die Kooperation zwischen Gasthäusern und Landwirten geschaffen haben. Das war vor 28 Jahren und wir wollten neue Kooperationen, um die Wirtschaft in der Region zu beleben. Leider sind wir jetzt schon fast an dem Punkt, wo die Wirtshäuser alle zu haben und es auch nur noch ganz wenige Landwirte gibt.“

Das sehe man auch daran, dass es immer schwerer werde, Aussteller mit bäuerlichen Produkten aus der Region zu finden, so Kordez: „Bauern haben schon immer Schwierigkeiten gehabt, weil sie vom Wetter abhängig sind, weil sie von den Märkten abhängig sind. Der Bauer früher hat einmal einen Preis verhandeln können, wenn er was verkauft hat. Heute musst du froh sein, dass sie es holen und du kriegst den Preis, den sie dir vorgeben.“ Das Farant-Fest mit fast 15.000 Besuchern sei eine Möglichkeit, die Landwirtschaft in der Region zu unterstützen.