Das integrative Vorzeigeprojekt der Diakonie gibt es seit 23 Jahren. 55 Jugendliche mit Lernbeeinträchtigung konnten im Stadtcafé eine Lehre in der Gastronomie absolvieren. Eine Eigenfinanzierung durch die Diakonie de La Tour sei aber schlichtweg nicht möglich, sagte Rektorin Astrid Körner.
Andere Ausbildungen bei der Diakonie
Damit gehe das Stadtcafé als Ausbildungsplatz verloren: „Wir haben ja Jugendliche in einer integrativen Berufsausbildung. Wir haben auch andere Betriebe wie Gärtnerei und Tischlerei. Also es gibt Betriebe, wo wir Jugendliche auf dem Weg in eine Berufsausbildung begleiten. Aber im Stadtcafe wird diese Form so nicht mehr weitergeführt.“
Das Sozialministerium bestätigt auf ORF-Anfrage, dass die Förderung mit Ende des Jahres eingestellt werde. In einer schriftlichen Stellungnahme wird festgehalten, dass auch in diesem Bereich gespart werden müsse. Drei Lehrlinge sind noch im Stadtcafé beschäftigt. Ihre Ausbildung werde noch finanziert, heißt es in der Stellungnahme. Auch Körner bestätigt, dass die betroffenen Jugendlichen ihre Lehre bei der Diakonie beenden können.
Mehrere Ideen werden geprüft
Das Stadtcafé möchte die Rektorin aber nicht zur Gänze aufgeben. „Wir sind gerade dabei, Lösungen zu sondieren, wie wir diesen Treffpunkt für unsere Stammgäste auch als einen guten Ort in der Klagenfurter Innenstadt weiterführen.“ Sie könne dazu aber noch keine konkreten Angaben machen. Einen Lichtblick gibt es auch für die beschäftigten Ausbilderinnen und Ausbilder bzw. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Sie können bei der Diakonie weiterarbeiten, sagte Körner.
In Villach gibt es seit einigen Jahren ein ähnliches Projekt des Vereins Autark, die Autarkerie.