Nach dem Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf einen saudi-arabischen Öltanker hat die EU-Marineoperation „Aspides“ ihre Sicherheitsbewertung für das Rote Meer aktualisiert.

Die Bedrohungslage an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie im südlichen Roten Meer wurde von „mittel“ auf „hoch“ heraufgestuft, wie das Hauptquartier der Mission im griechischen Larissa heute mitteilte. Für das nördliche Rote Meer und den Golf von Aden bleibe die Einstufung „mittel“ bestehen.

Angriffe auf Schiffe nicht ausgeschlossen

Die anhaltenden Konflikte in der Region – insbesondere der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, der sich längst auf die Region ausgeweitet hat – hätten die Sicherheitslage erheblich verändert, das Eskalationsrisiko bleibe hoch.

Nach Einschätzung von „Aspides“ können weitere Angriffe auf Handelsschiffe nicht ausgeschlossen werden. Dabei bestehe insbesondere die Gefahr des Einsatzes von Antischiffsraketen, unbemannten Luftfahrzeugen, unbemannten Wasserfahrzeugen sowie kleineren Booten, hieß es weiter.

Die EU-Mission empfiehlt, jemenitische Hoheitsgewässer grundsätzlich zu meiden und – soweit möglich – näher an der afrikanischen Küste zu navigieren, um das Risiko möglicher Angriffe zu reduzieren.