Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik (DR) Kongo breitet sich weiter aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen nähert sich nach einer Datenüberprüfung der Marke von 3.000, wie das Gesundheitsinstitut des zentralafrikanischen Landes heute mitteilte.

Es gebe nun 2.905 bestätigte Fälle, von denen 1.269 tödlich verliefen. Der Anstieg sei größtenteils auf eine Datenüberprüfung in den beiden am stärksten betroffenen Provinzen Ituri und Nord-Kivu zurückzuführen. Dabei seien mehr als 300 neue Fälle gemeldet worden.

WHO geht von weit größerem Ausmaß aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass das wahre Ausmaß des Ausbruchs zwei- bis viermal so groß sein könnte, wie die offiziellen Daten vermuten lassen. Es ist bereits der 17. Ebola-Ausbruch in der Geschichte der DR Kongo. Er wurde Mitte Mai offiziell ausgerufen.

Fachleute gehen jedoch davon aus, dass das Virus bereits Wochen zuvor im Umlauf war. Auslöser ist die seltene Bundibugyo-Variante, die eine Sterblichkeitsrate von etwa 40 Prozent aufweist. Einen zugelassenen Impfstoff und Medikamente gibt es dafür nicht.