Nach einem Angriff der von Saudi-Arabien angeführten Koalition auf Stellungen der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen haben die Huthis eine Vergeltungsattacke auf Saudi-Arabien bekanntgegeben. Einem Militärsprecher der Huthi-Miliz zufolge wurden dabei Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu angegriffen.

Saudi-Arabien äußerte sich nicht offiziell zu den Angaben der Huthis. Die Behörden hatten allerdings am frühen Samstag die Bewohner von Dschisan und Yanbu kurzfristig vor einer „möglichen Gefahr“ gewarnt. Ähnliche Warnungen waren in der Vergangenheit ausgegeben worden, wenn Raketen oder Drohnen auf Saudi-Arabien abgefeuert wurden.

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Saudi-Koalition griff Huthi-Stellungen an

Saudi-arabische Medien hatten berichtet, dass die von Saudi-Arabien angeführte Koalition „militärische Stellungen der Huthis“ angegriffen und Ziele zerstört habe, welche die Handelsschifffahrt bedrohten. Das Militärbündnis erklärte später, die Angriffe hätten Huthi-Stellungen gegolten, die die Schifffahrt im Roten Meer bedrohten.

Die Huthis warfen Saudi-Arabien daraufhin eine „gefährliche Eskalation“ vor und erklärten, das Vorgehen werde „nicht unbeantwortet bleiben“.

Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte vor wenigen Tagen eine Blockade gegen Schiffe aus dem Königreich verhängt und nahm Handelsschiffe ins Visier. Nach der Sperrung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus hat Saudi-Arabien seine Ölexporte durch die Meerenge Bab-el-Mandeb umgeleitet. Die Blockade und Angriffe der Huthis schürten die Furcht vor einer Ausweitung des Iran-Krieges.