Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist gestern Abend ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden laut Polizei eine Frau getötet und 16 Personen verletzt. Drei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Laut Medienberichten wurden auch mehrere Personen mit einer Stichwaffe attackiert.
Ein Polizeisprecher sagte in der Nacht, ein Tatverdächtiger sei „identifiziert“, aber noch nicht festgenommen worden. Er soll Angehöriger des islamistischen Milieus sein. Im Zusammenhang mit der Tat sind mehr als 2.200 Polizisten in Berlin im Einsatz. Sie seien teils schwer bewaffnet. Auch verdeckte Kräfte seien dabei. Hinzu kämen mehrere hundert Beamte im gesamten Stadtgebiet, hieß es. Im Bezirk Schöneberg wurde eine Wohnung durchsucht.
Veranstaltung abgebrochen
Hunderttausende hatten zuvor in Berlin den Christopher Street Day gefeiert. Nach dem Vorfall brachen die Organisatoren die Veranstaltung ab. Von der Bühne vor dem Brandenburger Tor forderte ein Sprecher die Teilnehmer auf, nach Hause zu gehen.