Der iranische Armeesprecher Amir Akraminia droht mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen sollten. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon bewahrheitet.

Das Kriegsgebiet reicht laut Akraminia bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet.

Laut Akraminia hat der Iran seine Angriffe auf arabische Verbündete der USA vorübergehend ausgesetzt, da die US-Streitkräfte ihre Luftschläge in den vergangenen zwei Nächten eingestellt hätten. Der Sprecher begründete den Schritt damit, dass das eigene militärische Vorgehen ausschließlich auf Vergeltung ausgerichtet sei.

Iran: Schiffe in Hormus-Straße gestoppt

In der Straße von Hormus will die iranische Revolutionsgarde eigenen Angaben zufolge mehrere Handelsschiffe vor einer Durchfahrt gestoppt haben. Unterdessen meldete Teheran aber auch Fortschritte bei Gesprächen mit Oman über die Verwaltung der für den Welthandel wichtigen Straße.

Im Juni hatten Oman und der Iran Gespräche über die Einführung von Durchfahrtgebühren für die Straße von Hormus angekündigt. Maskat hatte erklärt, dass Schiffe die Meerenge auch durch omanische Gewässer passieren könnten, was Teheran verärgerte. Washington lehnt die Einführung solcher Gebühren entschieden ab.