Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Rostow am Don im Süden Russlands sind örtlichen Behörden zufolge in der Nacht auf heute mindestens fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Zunächst war von zwei Toten die Rede, dann wurden drei weitere Leichen in den Trümmern entdeckt.

Behörden in der russischen Grenzregion Belgorod teilten mit, dass bei einem „massiven“ nächtlichen Drohnenangriff aus der Ukraine zwölf Menschen verletzt worden seien, darunter zwei Kinder.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf Rostow. Als weitere Ziele nannte er Ölanlagen im Gebiet Jaroslawl nordöstlich von Moskau und in der russischen Teilrepublik Udmurtien, die etwa 1.300 Kilometer von der Ukraine entfernt vor dem Ural liegt.

Tote bei russischen Angriffen in Nacht davor

In der Nacht davor hatte Russland die Ukraine erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde in der Nacht auf gestern eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Neun Personen seien verletzt worden.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Witali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien.

Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw

Russland griff später auch den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Mykolajiw mit Drohnen an. Dabei seien ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handle sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt seien, hieß es.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien.