Mercedes-Benz hat seit Langem wieder einen Zuwachs des Konzerngewinns verzeichnet, doch das schwache China-Geschäft zieht die Pkw-Sparte nach unten.
Wie heute bekanntwurde, stieg der Gewinn im zweiten Quartal dieses Jahres um 13,5 Prozent. Von April bis Juni kletterte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro, wie der deutsche Autokonzern mitteilte.
Zuletzt hatte der DAX-Konzern vor drei Jahren, im zweiten Quartal 2023, ein Plus beim Konzernergebnis im Jahresvergleich erzielt. Der Umsatz ging hingegen um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Mrd. Euro zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Mrd. Euro.
Mercedes: Effizienz und Produktivität verbessert
Mercedes habe seine Effizienz und Produktivität weiter verbessert, hieß es laut Mitteilung. Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm hätten das Ergebnis im zweiten Quartal gestützt. Zudem kompensierten die Ergebnisse der Sparten Vans und Financial Services die Schwäche der Pkw-Sparte.
Deutlicher Absatzrückgang in China
Ein deutliches Minus in China führte im zweiten Quartal erneut zu einem Absatzrückgang. Mercedes verkaufte rund 512.000 Pkws und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach. Bei den Pkws ging der Absatz in China um 30 Prozent zurück.
Die Veränderungen in China seien unter anderem von einem verstärkten Marktdruck, einem weniger günstigen Modellmix sowie Kosten im Zusammenhang mit Anlaufkampagnen geprägt gewesen, hieß es laut Mitteilung.
Das schwache China-Geschäft hat Folgen. Das operative Ergebnis der Pkw-Sparte brach um rund 94 Prozent von 783 Mio. Euro auf gerade einmal 49 Millionen Euro ein. Hier sei eine Wertminderung an chinesischen Beteiligungen in Höhe von über 700 Mio. Euro enthalten. Aber auch bereinigt sank das EBIT bei den Pkws um 26 Prozent auf 909 Mio. Euro.