Die niederschlagsarme Phase in Österreich hält bereits seit Dezember an. Die Niederschläge im Juli haben laut GeoSphere Austria nur wenig an der Situation geändert. Nach wie vor fehlen seit Jahresbeginn rund 30 Prozent auf ausgeglichene Niederschlagsverhältnisse.

Ähnlich wenig Niederschlag fiel in den Jahren 1971 und 2003. Dennoch waren die Defizite zum Klimamittel mit minus 27 beziehungsweise minus 25 Prozent etwas geringer als 2026.

Hydrologe: Derzeit „besonders trockene Periode“

Österreich erlebe derzeit eine „besonders trockene Periode“, sagte der Hydrologe Günter Blöschl von der TU Wien in der ZIB2. Im Vergleich zu anderen Staaten sei das Land jedoch nach wie vor grundsätzlich wasserreich.

Defizit schwierig auszugleichen

Was das „pflanzenverfügbare Wasser“ in den obersten Bodenschichten betrifft, ließe sich das Defizit theoretisch schnell ausgleichen, sagte Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria gegenüber ORF.at. Ein niederschlagsreicher August und durchschnittlich oder sehr niederschlagsreiche Herbstmonate könnten die meteorologische Bilanz auffüllen.

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Um 20.15 Uhr widmet sich eine ZIB Spezial der Hitze. Zu sehen in ORF2 und in ORF ON.

Damit die obersten Bodenschichten aber richtig durchnässt werden, müsste es „schon sehr lange sehr viel regnen“, sagte Orlik. Um die seit dem Vorjahr herrschenden extremen Dürrebedingungen in Österreich auszugleichen, müsste es ein Jahr geben, in dem jeder Monat überdurchschnittliche Niederschlagsmengen bringe.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sei ein richtiger Ausgleich allerdings schwierig. „Die Temperaturniveaus im Sommer werden nicht niedriger werden. Es kann natürlich auch ein kühlerer Sommer werden, aber trotz allem wird die Verdunstung relativ hoch bleiben“, sagte Orlik.