Eine der prägendsten Vertreterinnen von Menschen mit Behinderungen in Österreich ist tot: Bernadette Feuerstein ist gestern im Alter von 67 Jahren gestorben. Ihr Wirken habe „die österreichische Behindertenpolitik nachhaltig geprägt und reicht weit über die Grenzen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung hinaus“, würdigte sie der Österreichische Behindertenrat auf seiner Website.
Besonderes Anliegen waren Feuerstein die Rechte von Frauen mit Behinderungen. Laut Behindertenrat trug sie wesentlich dazu bei, frauenpolitische Perspektiven innerhalb der Behindertenpolitik zu stärken.
Bis zu ihrem Tod war sie langjährige Vorsitzende von Selbstbestimmt Leben Österreich und Ministerialrätin im Bundesdienst. Bis zuletzt brachte Feuerstein zudem ihre Erfahrung und ihr Wissen in aktuelle behindertenpolitische Fragen ein.
„Unermüdliche Kämpferin“, „wertvolle Expertise“
Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zeigte sich in einer Aussendung betroffen. Mit Feuerstein verliere Österreich „eine starke Stimme für Selbstbestimmung und Menschenrechte“, teilte sie in einer Aussendung mit.
Der Monitoringausschuss, der die Einhaltung der Rechte von Menschen mit Behinderungen überwacht, und in dem Feuerstein Mitglied war, hob in einer Aussendung „ihren unermüdlichen Einsatz und ihre wertvolle Expertise“ hervor.
Auch Ralph Schallmeiner, Sprecher der Grünen für Menschen mit Behinderungen, zeigte sich in einer Aussendung betroffen. Feuerstein hinterlasse mit ihrem Tod „eine große Lücke“, und das Land verliere eine „unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen“.