Von einer Hitzewelle und kräftigem Wind angefacht, sind in Frankreich, Griechenland und der Türkei neue Brände entstanden. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, drei Personen starben. In Frankreich und Spanien konnten unterdessen Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Vor allem in Spanien zeichnete sich in der Region um Madrid Beruhigung ab.

Größerer Brand bei Dijon

In Frankreich brachen in mehreren Regionen Waldbrände aus, darunter im südfranzösischen Departement Var. Ein erneutes Feuer wurde auch aus dem Wald von Fontainebleau südlich von Paris gemeldet. Ein größerer Brand brach im Burgund in Couchey in der Nähe der Großstadt Dijon aus.

Wegen des gesundheitsgefährdenden Rauchs wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich möglichst nicht draußen aufzuhalten und Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Feuer bei Bordeaux aufgehalten

An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo die bisher stärksten Brände der Saison in Frankreich auf einer Fläche von 42.000 Hektar gewütet hatten, konnte die Feuerwehr ein erneutes Ausbreiten des Brandes mit einem Großaufgebot verhindern.

Nationaler Notstand in Spanien aufgehoben

In einigen Gebieten Spaniens entspannte sich die Lage weiter. Regierungschef Pedro Sanchez konnte den nationalen Notstand wieder aufheben. Die Behörden hatten zuvor mitgeteilt, im Waldbrandgebiet nahe der Hauptstadt Madrid gebe es „kaum noch Flammen“, ein weiteres Feuer in der Region Avila sei stabilisiert.

Die Wetterbedingungen in der Nacht hätten für Abkühlung gesorgt. Seit Tagen habe es keine weitere Ausbreitung der Flammen mehr gegeben, Einsatzkräfte fänden nur noch wenige Glutstellen, erklärte die Präfektur im Großraum Madrid.

In einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal brach allerdings ein neues großes Feuer aus. Zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero mussten evakuiert werden.

Tote in Griechenland

Mehrere Waldbrände wüten derzeit auch in Griechenland, der schlimmste im Süden der Insel Kreta. Dort kamen drei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten ums Leben, sie hatten in ihrem Fahrzeug im dichten Rauch die Orientierung verloren. Der Wind wehte so stark, dass Löschhubschrauber und -flugzeuge wieder abdrehen mussten.

Am Abend wurde zusätzlich zu mehreren Bergdörfern auch der bei Urlaubern und Urlauberinnen beliebte Küstenort Agia Galini evakuiert – rund 6.000 Touristen und Touristinnen seien betroffen, berichteten griechische Medien. Die starken Winde sollen in den kommenden Tagen in weiten Teilen Griechenlands anhalten.

In der Türkei kämpfen Einsatzkräfte gegen zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes. Man versuche zurzeit, Brände in den Provinzen Antalya, Mugla und Balikesir vollständig unter Kontrolle zu bringen, sagte Forstminister Ibrahim Yumakli. In der Nacht sei zudem ein weiterer Waldbrand im Bezirk Fethiye der Provinz Mugla hinzugekommen.