Amazon wird in diesem Jahr wegen stark gestiegener Speicherchippreise zusätzlich 20 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur stecken. Konzernchef Andy Jassy schraubte heute die Prognose für Kapitalausgaben von 200 auf 220 Milliarden Dollar (rund 191 Mrd. Euro) hoch.

Selbst damit werde man noch nicht genug Kapazitäten haben, um die Nachfrage der Kunden nach Rechenleistung zu erfüllen, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das werde sich wohl auch 2027 nicht ändern.

Der Handels- und Technologiekonzern profitiert vom aktuellen KI-Boom vor allem über die Cloud-Sparte AWS. Diese ist der weltgrößte Anbieter von Rechenleistung aus dem Netz. Jassy sprach davon, dass sich selbst für 2028 bereits eine „bemerkenswerte“ Nachfrage abzeichne.

Aktie stieg nachbörslich

Amazon glaube inzwischen, dass AWS beim jährlichen Umsatz mit der Zeit auch die Billionenmarke überschreiten könne. An der Börse kamen die Zahlen und solcher Optimismus gut an.

Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um zehn Prozent. Beim Facebook-Konzern Meta hatten die Anleger dagegen KI-Visionen von Gründer und Chef Mark Zuckerberg mit einem Kursminus von acht Prozent quittiert.