Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in der Demokratischen (DR) Kongo Mitte Mai sind nach neuen Angaben mehr als 3.500 Infektionen registriert worden. Von den 3.532 bestätigten Erkrankten starben 1.556, wie aus gestern veröffentlichten Zahlen hervorging. Ende vergangener Woche hatte die Zahl der bestätigten Erkrankten noch bei 3.075 gelegen.
Die neuen Zahlen zu den Infektionsfällen überstiegen die der bisher schwersten Ebola-Epidemie in dem zentralafrikanischen Land im Zeitraum von 2018 bis 2020. Damals wurden 3.500 Infektionen registriert, fast 2.300 Menschen starben.
17. Epidemie
Die Epidemie betrifft fünf Provinzen im von jahrzehntelanger Gewalt geprägten Osten des Landes. Es handelt sich um den 17. Ebola-Ausbruch dort. Verursacht wird er von der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es bisher weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.