Unter schwierigen Wetterbedingungen hat die Feuerwehr in Griechenland gestern weiter gegen Flammenfronten in verschiedenen Landesteilen angekämpft. Allein nahe dem Küstenferienort Porto Germeno waren nach Behördenangaben fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz.

Hubschrauber kollidierten – zwei Tote

Bei den Löscharbeiten westlich von Athen stießen gestern zwei Löschhubschrauber zusammen und stürzten ab. Die Piloten des einen Hubschraubers meldeten sich bei der Feuerwehrzentrale per Funk. Die zwei Personen im zweiten Hubschrauber starben beim Absturz.

Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sprach von einer „äußerst schwierigen“ Lage mit „extremen“ Wetterbedingungen. In ganz Griechenland wurden mittlerweile mehr als 12.000 Hektar Land zerstört, wie der Wetterdienst des Nationalen Observatoriums mitteilte.

Auch Kreta und Paros betroffen

Allein bei mehreren Bränden im Golf von Korinth, die besonders in der Region von Porto Germeno in der Nähe von Athen wüteten, verbrannten den Angaben zufolge bereits mehr als 6.500 Hektar Land. Auf den Inseln Kreta und Paros hätten die Brände weitere 6.000 Hektar zerstört.

Dem auf Waldbrände spezialisierten Meteorologen Theodoros Giannaros zufolge schienen die Brände rund um Porto Germeno sogar ein Gebiet von mehr als 10.000 Hektar erfasst zu haben. „Leider ist es sehr wahrscheinlich, wenn nicht fast sicher, dass dieser Brand als Megafeuer eingestuft wird“, erklärte er auf Facebook.

Die Wetterbedingungen erschwerten die Arbeit der Feuerwehr. Die Winde erreichten laut Regierungschef Mitsotakis häufig Geschwindigkeiten von 100 km/h.