Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht auf heute erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des Rettungsdienstes 17 Menschen getötet und 27 weitere verletzt.
Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew bei dem Luftangriff in der Nacht beschädigt worden, teilte der Rettungsdienst im Onlinedienst Telegram mit.
Ukraine fehlen Abfangraketen
Erst in der Nacht auf Samstag hatte Russland Kiew mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um Russlands Angriffe mit ballistischen Raketen erfolgreich abzuwehren.
Die ukrainische Flugabwehr konnte bei dem jüngsten Angriff keine der anfliegenden Raketen abfangen. Wie Kiew mitteilte, setzten die russischen Streitkräfte 24 ballistische Raketen Iskander-M und umfunktionierte Flugabwehrraketen S-400 sowie vier Hyperschallraketen vom Typ Zirkon ein. Keine davon wurde als abgewehrt gemeldet. Von 115 angreifenden Drohnen verschiedener Typen seien 98 abgefangen worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte erneut den Mangel an Flugabwehrwaffen gegen Russlands ballistisches Raketenarsenal. „Abfangmunition für ballistische Raketen hätte die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden“, schrieb er in sozialen Netzwerken. Die Partner der Ukraine müssten verstehen, dass jede verspätete Lieferung, jede Weigerung, Raketenabwehr bereitzustellen, zu Tod und Zerstörung führe.