Nach einem Sabotageversuch an einem Walfangschiff hat Island 21 Aktivisten des Landes verwiesen. Alle Crewmitglieder des beschlagnahmten Schiffs „Bandero“ seien ausgewiesen und mit einem mindestens zweijährigen Wiedereinreiseverbot belegt worden, teilte ein Polizeisprecher der AFP heute mit. Sie hatten zuvor erfolglos versucht, Walfänger auf offener See zu behindern.
Ziel sei es ursprünglich gewesen, das Walfangschiff „Hvalur 9“ vor der isländischen Küste zu rammen, sagte einer der Aktivisten. Ihr Schiff „Bandero“ sei aber zu langsam gewesen. Anschließend hätten die Tierschützer versucht, aus einem Gummiboot heraus die Schiffsschrauben mit einem Netz zu behindern. Auch dieser Versuch schlug fehl.
Die isländischen Behörden beschlagnahmten daraufhin das Schiff der Aktivisten. Die Polizei warf ihnen vor, internationales Seerecht verletzt und die maritime Sicherheit gefährdet zu haben. Die 21 Crewmitglieder standen seit der vergangenen Woche auf ihrem Schiff unter Hausarrest, dürfen es nach Polizeiangaben nun aber verlassen.