Vor allem die von der Facebook-Mutter Meta produzierte Datenbrille Meta Glasses sorgt derzeit für eine breite Debatte über Datenschutz im öffentlichen Raum. Wie der „Guardian“ heute berichtete, wehren sich nun viele Restaurant- und Theaterbetreiber gegen den Einsatz der Brille in ihren Gebäuden.

Der bekannte Restaurantbesitzer Jeremy King etwa sagte gegenüber dem Blatt, er würde „nie wissentlich eine Verletzung der Privatsphäre unserer Gäste zulassen – außer durch die Augen, mit denen wir geboren wurden.“

Pubs und Theater verbieten Brille

Auch zahlreiche Pub-Betreiber wehren sich gegen die Brille und verbieten Gästen das Tragen der Geräte. „Die allgemeine Regel, die in unseren Pubs – und in den meisten Pubs – gilt, lautet, dass man Gäste und Mitarbeiter nicht ohne deren Einwilligung filmen darf. Die Meta-Brillen scheinen gegen diese Regel und gegen den gesunden Menschenverstand zu verstoßen, da sie eine heimliche Überwachung ermöglichen“, zitierte der „Guardian“ den Chef der Wetherspoons-Pub-Kette.

Ähnlich sieht man das auch an Theaterhäusern: Wer etwa in Theatern in Bristol und Edinburgh Aufführungen sehen will, muss die Brille abnehmen.

Videos landen oft in sozialen Netzwerken

Die Meta-Brille sieht aus wie eine herkömmliche Brille, hat aber kleine Kameras eingebaut. Laut dem Unternehmen soll man damit weniger oft auf das eigene Handy schauen müssen. Datenschützerinnen und -schützer kritisieren das Gerät jedoch scharf.

Schon jetzt wird die Brille dazu genutzt, Menschen ungefragt auf der Straße zu filmen, oft landen diese Videos dann in sozialen Netzwerken. Zwar gibt es eine kleine Leuchte, die das Aufnehmen direkt an der Brille anzeigt, aber es gibt einige Fälle, wo kein Einvernehmen über die Aufnahme bestanden hat.

Laut Meta wird die Aufnahmefunktion deaktiviert, wenn man die Leuchte abklebt oder beschädigt, zitierte der „Guardian“ das Unternehmen.