Schülerinnen und Schüler in Dänemark erwarten mit dem neuen Schuljahr strengere Regeln für schriftliche Arbeiten. Grund dafür ist das vermehrte Schummeln mittels künstlicher Intelligenz (KI), wie der „Guardian“ heute berichtete.
„Leider haben wir in den Oberstufen ein Problem mit Betrug mit Hilfe von KI“, sagte der zuständige Minister Magnus Heunicke. „Es muss jetzt gehandelt werden.“
Schriftliche Prüfung folgt auf Hausarbeit
Künftig folgt auf die „größere schriftliche Hausarbeit“ (dänisch: „Större skriftlige opgave“, SSO) eine mündliche Prüfung zu deren Inhalt. Außerdem soll es in den Oberstufen, das heißt für 16- bis 19-Jährige, genauere Überwachung während schriftlicher Prüfungen geben.
Außerdem werden Schulen dazu aufgerufen, ihre Schülerinnen und Schüler dazu zu bringen, Hausaufgaben in der Schule unter „kontrollierten Bedingungen“ durchzuführen. So soll der Arbeitsprozess von Schülern besser verfolgt werden können, außerdem könnten so „relevantes Feedback und eine bessere Grundlage für die Beurteilung“ geschaffen werden, hieß es weiter.
Weltweites Phänomen in Schulen
Die Nutzung von KI-Applikationen sorgt weltweit für Kopfzerbrechen bei Lehrpersonal. Der „Guardian“ zitierte eine Studie, wonach die unzulässige Nutzung von KI zwischen 2023 und 2025 um 688 Prozent gestiegen sei. Auch im Nachbarland will man sich des zunehmenden Schummelns mit KI-Chatbots annehmen.