Die Österreichische Post AG hat im ersten Halbjahr 2026 bei höheren Umsätzen einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Wie der teilstaatliche, börsennotierte Konzern heute mitteilte, stieg der Konzernumsatz um 3,8 Prozent auf 1,544 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 22,0 Prozent auf 73,3 Mio. Euro. Unter dem Strich blieb ein Periodengewinn von 22,8 Mio. Euro übrig, was einem Einbruch um 66,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Als wesentliche Treiber für die rückläufige Ergebnisentwicklung nennt die Post den beschleunigten Rückgang des Briefgeschäfts, den anhaltenden Kostendruck sowie den starken Wettbewerb in den Auslandsmärkten.
Expansion im Ausland
Gute Nachrichten gab es von der bank99, die ihr EBIT von 1,8 Mio. auf 4,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt und im Juli wie geplant ihr neues Wertpapierdepotgeschäft gestartet hat. Die im April eingeführte Mobilfunkmarke Yelllow habe in den ersten Monaten ebenfalls einen sehr guten Kundenzustrom gehabt, hieß es in der Mitteilung.
Im Ausland treibt das Unternehmen seine Expansionsstrategie voran. Ende Juli unterzeichnete die Post die Übernahme des serbischen Paketdienstleisters D Express. Außerdem wurde die Filialinfrastruktur durch eine SB-Offensive ausgebaut, wodurch das Postnetz in Österreich auf 3.000 Poststellen vergrößert wurde.
Leichter Umsatzanstieg angepeilt
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hält die Post-Führung an ihrer bisherigen Prognose fest und peilt weiterhin einen leichten Umsatzanstieg und ein operatives Ergebnis in der Bandbreite der letzten Jahre an. Für das zweite Halbjahr werden positive Impulse aus Produktanpassungen und Preiserhöhungen erwartet, wobei man aber im grenzüberschreitenden E-Commerce aufgrund von Zöllen und Gebühren mit einer Dämpfung rechnet.
Das geplante Investitionsvolumen (CAPEX) liegt unverändert zwischen 140 und 160 Mio. Euro. Die börsennotierte Post AG befindet sich mehrheitlich im Teileigentum der Republik Österreich.