Ein bewaffneter Jugendlicher hat heute in einer thailändischen Schule in der Provinz Nonthaburi nördlich der Hauptstadt Bangkok laut Behörden fünf Beschäftigte getötet, darunter zwei Lehrer. Zuvor habe der Jugendliche seine Großeltern mit der Pistole seines Großvaters in deren Wohnung erschossen und die Waffe gestohlen.
Bei dem mutmaßlichen Schützen handelte es sich um einen jugendlichen Schüler der Schule Debsirin Nonthaburi, wie örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben berichteten. Laut den Medienangaben ist der Täter ebenfalls tot. Einige Medien berichteten, er sei von der Polizei erschossen worden, andere sprachen von Suizid.
Mehrere Personen in Lebensgefahr
Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, neun davon schwebten in Lebensgefahr, sagte Thailands Regierungschef Anutin Charnvirakul.
Er zeigte sich schockiert über die Ereignisse. „Es ist ein so schrecklicher Vorfall“, sagte er vor Journalisten in Bangkok. „So etwas dürfte niemals geschehen. Wie konnte das in unserem Land passieren?“
In Thailand gibt es Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Schusswaffen in Privatbesitz. Jeder siebente Einwohner besitzt eine Waffe – die Rate ist höher als in den meisten anderen Ländern der Region. Immer wieder gibt es tödliche Angriffe.