Nach dem schweren Waldbrand nahe der griechischen Hauptstadt Athen sind der Chef einer Elektroinstallationsfirma, ein weiterer Unternehmer und der Betreiber eines Windparks wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Installationsfirma eines der Verdächtigen steht laut Ermittlungsbehörden in Verbindung mit einem Windpark in der Brandregion. Ersten Ermittlungen zufolge war der Waldbrand westlich von Athen am Freitag vergangener Woche von Funkenflug an Stromkabeln nahe dem Badeort Agios Vassilios 85 Kilometer nordwestlich von Athen ausgelöst worden.

Weiterhin hohe Waldbrandgefahr

Starker Wind fachte die Flammen an, mehr als 10.000 Hektar Vegetation gingen in Flammen auf, mehr als 120 Gebäude im Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth wurden beschädigt. Etwa 40 Gebäude wurden von Fachleuten als abrissreif eingestuft, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Dutzende weitere seien vorerst unbewohnbar.

Unterdessen herrscht in Griechenland weiterhin höchste Waldbrandalarmstufe. Allein zwischen Mittwoch und gestern brachen laut Feuerwehr 44 neue Brände in Wäldern und auf Feldern aus.