Das Niedrigwasser der Donau hat in Budapest die Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten, ein Motorrad und Tellerminen freigegeben. Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hätten die Gebeine der Soldaten exhumiert, teilte der Volksbund heute mit. Wegen der entdeckten Tellermine 35 zur Panzerabwehr sei auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen.

„Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten“, heißt es in einer Mitteilung. Das Motorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei.

Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekordtiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht. Zugleich kamen durch das Niedrigwasser aber auch alte Schiffwracks sowie Mammutknochen zum Vorschein.