Die Eröffnung der 50. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik hat heute im „Spanischen Saal“ des Schlosses Ambras neben Jubiläumsglückwünschen und Musik auch den Appell nach einer Wiederentdeckung des „europäischen Patriotismus“ gebracht.
„Es ist nicht schwer, seine Heimat zu lieben und europäischer Patriot, Patriotin zu sein“, erklärte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Rede und wandte sich gegen die „Sehnsucht nach Selbstverzwergung“.
In der frühen Neuzeit habe es einen gemeinsamen europäischen Raum gegeben, immer habe es Menschen in andere Regionen gezogen: „Es war möglich, seine Heimat zu lieben, ohne den Rest der Welt zu verachten“, so der Bundespräsident. „Europäischer Patriotismus“ sei daher keine „neue Erfindung, er war ja schon da“.
Tirols Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle (ÖVP) schlug bei seiner Rede in eine ähnliche Kerbe und betonte die Vielfalt der Gesellschaft. Dabei griff er schon auf die Premiere der „Großoper“ „Il pomo d’oro“ von Pietro Antonio Cesti vor, die auch zur Aufführung kommen wird. Die Innsbrucker Festwochen gehen vom 24. Juli bis zum 30. August über die Bühne.