Wegen eines großen Waldbrands am Gardasee in Oberitalien sind mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das Feuer wütet nach Angaben der Feuerwehr auf dem Gebiet der Gemeinde Tignale am Westufer von Italiens größtem See. Nach Angaben des Bürgermeisters von Tignale, Daniele Bonassi, handelte es sich vor allem um Urlauber und Urlauberinnen, die in mehreren Ferienhäusern nahe der Brandlinie untergebracht waren.

Der Brand in den Bergen oberhalb des Ufers verbreitete sich nach Angaben der Feuerwehr seit gestern Abend rasant weiter. Heute Vormittag waren zahlreiche Einsatzkräfte weiter bemüht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. „Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Eindämmung der Feuerfronten und den Schutz einiger Wohnhäuser“, hieß es.

Italien leidet derzeit unter der mittlerweile vierten Hitzewelle des Jahres. In fast allen Großstädten gilt wegen akuter Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aktuell Alarmstufe Rot. Der größte Fluss des Landes, der Po, führt nur noch wenig Wasser. Aussicht auf schnelle Entwarnung gibt es nicht – vielmehr werden für weite Teilte des Landes bis Mitte August Temperaturen bis über 40 Grad Celsius prognostiziert.