Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben sich zu einem Drohnenangriff auf eine wichtige Ölraffinerie des saudischen Staatskonzerns Aramco bekannt. Deren Militärsprecher Jahja Sari schrieb heute auf der Plattform X, die Anlage in Dschasan sei mit einer Drohne angegriffen worden.
Das saudische Energieministerium teilte mit, in der Raffinerie sei ein Feuer ausgebrochen, das später gelöscht worden sei. Zur Brandursache machte es keine Angaben. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Raffinerie nahe der jemenitischen Grenze verarbeitet täglich 400.000 Barrel Rohöl und war bereits Ende Juli nach einem Angriff der Huthi-Rebellen vorübergehend stillgelegt worden.
Saudi-Arabien schloss Pakt mit Türkei und Pakistan
Der Angriff ereignete sich nur zwei Tage, nachdem Saudi-Arabien einen neuen Verteidigungspakt mit der Türkei und Pakistan geschlossen hatte. Dem Abkommen zufolge gilt ein bewaffneter Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle. Der türkische Außenminister Hakan Fidan hatte jedoch erklärt, die Allianz richte sich nicht gegen den Iran oder ein anderes Land.
Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels Ende Februar haben der Iran und seine verbündeten Milizen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien und andere Golfstaaten verstärkt. Die Huthi-Rebellen hatten bereits im vergangenen Monat eine Seeblockade gegen das Königreich im Roten Meer verhängt.
Huthi-Miliz meldet auch Angriffe im Jemen
Die Huthi-Rebellen teilten indes außerdem mit, im Westen des Jemen eine großangelegte Militäroperation gestartet zu haben. Dabei seien zahlreiche Raketen und Drohnen gegen Truppenansammlungen und Waffenlager in der von der Regierung kontrollierten Region Mocha eingesetzt worden.
Waffen und Ausrüstung seien zerstört und Dutzende Menschen verletzt oder getötet worden, darunter auch saudische Staatsbürger. Ein Mitarbeiter des jemenitischen Informationsministeriums bestätigte den Angriff und sagte der Nachrichtenagentur dpa, an Hafenanlagen seien Sachschäden entstanden.