Als Reaktion auf den Drohnenvorfall auf dem Leipziger Flughafen verdoppelt der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt einem Medienbericht zufolge die Anti-Drohnen-Einheiten der Bundespolizei.

So sollen im Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) künftig 300 statt 150 Einsatzkräfte für die Drohnenabwehr zur Verfügung stehen, berichtete die „Bild“ gestern. Dobrindt werde eine entsprechende ministerielle Weisung an das Bundespolizeipräsidium erlassen.

Gleichzeitig werde das Netz der operativen Stützpunkte von bisher vier auf acht Standorte deutschlandweit verdoppelt. Dobrindt reagiere damit auf den Leipziger Drohnenvorfall, hieß es.

Auf dem Flughafen Leipzig war in der Nacht auf Mittwoch durch einen Mitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Der an ihr befestigte Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft.

In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.