Russland hat den inhaftierten ehemaligen US-Soldaten Robert Gilman freigelassen. Präsident Wladimir Putin habe eine Begnadigung des gesundheitlich angeschlagenen 32-Jährigen aus humanitären Gründen unterzeichnet, teilten US-Regierungsvertreter gestern mit. Ein US-Vertreter erklärte, er sei den Umständen entsprechend in guter Verfassung.

Den Angaben zufolge gab es im Gegenzug keinen Austausch russischer Gefangener. Die Freilassung sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen am Wochenende gewesen. US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, dass Putin „nach meinen Gesprächen aus humanitären Gründen“ einer Freilassung zugestimmt habe.

Der ehemalige US-Marine war im Jänner 2022 in Woronesch rund 550 Kilometer südlich von Moskau festgenommen worden. Russischen Staatsmedien zufolge soll er betrunken einen Polizisten getreten haben. Sein Vater wies die Vorwürfe in einem Zeitungsbeitrag als falsch zurück.

Gilmans Familie und US-Vertreter hatten sich besorgt über seinen Gesundheitszustand geäußert. Demzufolge war er zuletzt aus einem Gefängniskrankenhaus in die Psychiatrie einer zivilen Klinik verlegt worden. Nach seiner Landung nahe Washington soll Gilman zur medizinischen Behandlung in ein Rehabilitationszentrum im Bundesstaat Texas gebracht werden.