Nach einem Brand auf einer Fähre zwischen Bali und Lombok sind fast alle der wahrscheinlich mehr als 170 Menschen an Bord der „Putri Yasmin“ in Sicherheit gebracht worden. Die Einsatzkräfte bestätigten heute aber ein Todesopfer. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 19-jährige Indonesierin.

Über die genaue Anzahl der Passagiere und Crewmitglieder gab es unterschiedliche Angaben. Einige Behörden und Medien sprachen von etwa 130 Menschen an Bord, die Einsatzkräfte aus Mataram auf Lombok gingen von rund 170 Menschen aus. Darunter waren nach Informationen des Senders ABC auch zwei Australier.

Erst vor zehn Tagen war eine Fähre auf dem Weg von Java nach Sulawesi in Brand geraten. Bei dem Unglück kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, Dutzende weitere sind im Meer verschollen. In Indonesien dauert es oft Jahre, bis die Behörden Vermisste formell für tot erklären.

Dichter Rauch und hohe Wellen

Die „Putri Yasmin“ war am frühen Morgen auf dem Weg von der kleinen balinesischen Hafenstadt Padang Bai nach Lembar auf der Nachbarinsel, als auf der Fahrt durch die Lombokstraße plötzlich das Feuer ausbrach. Eine großangelegte Rettungsaktion lief an, mehrere Schiffe und ein Hubschrauber wurden zur Unglücksstelle geschickt.

Auch andere Schiffe und Fähren, die sich zufällig in der Nähe befanden, nahmen Kurs auf die brennende „Putri Yasmin“. Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz, wie beteiligte Retter berichteten. Nach Angaben der Hafenbehörde waren 114 Passagiere und 17 Crewmitglieder an Bord.

Lkw möglicher Auslöser

Was das Feuer auslöste, muss noch untersucht werden. Nach Berichten lokaler Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Ein Sprecher der indonesischen Marineeinheit auf Lombok erklärte, die Fähre sei auf Grund gelaufen und der Strom ausgefallen.

Die Strecke Padang BaiLembar verbindet Bali und Lombok und wird auch von Urlaubern und Urlauberinnen genutzt, die zwischen den beiden beliebten Reisezielen wechseln. Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu Fährunglücken, teilweise mit vielen Toten.