Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen einen Kommandeur der radikalislamischen Hamas gezielt angegriffen. Nach palästinensischen Medienberichten von gestern wurde dabei in Beit Lahia mindestens ein Palästinenser getötet.
Nach Darstellung der israelischen Armee plante der Mann „Terrorangriffe auf israelische Truppen, die im Gazastreifen operieren“. Er sei angegriffen worden, um eine Bedrohung von Soldaten zu beseitigen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, es sei der erste Angriff dieser Art im Gazastreifen, der seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung und mit Genehmigung des israelischen Generalstabschefs Ejal Zamir ausgeführt worden sei.
Der zuletzt veröffentlichte Gaza-Fahrplan des „Friedensrats“ („Board of Peace“) von US-Präsident Donald Trump sieht unter anderem eine Einstellung gezielter Angriffe Israels auf Palästinenser und Palästinenserinnen in dem Küstenstreifen vor. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zwar gesagt, er lehne den Fahrplan ab. Nach Medienberichten hatte Israel dennoch Angriffe dieser Art auf US-Druck hin bisher unterlassen.