Vor der Costa Smeralda auf der Insel Sardinien ist am Dienstag eine rund 30 Meter lange Luxusjacht im Wert von mehr als acht Millionen Euro gesunken. Die „Angiola II“ ging vor der Küste zwischen der Insel Cappuccini und Capo Ferro unter.

Ursache war ein Motorschaden, auf den ein Feuer im Maschinenraum folgte. Für den neuen italienischen Besitzer ist der Schaden besonders bitter: Er hatte die Jacht erst vier Tage zuvor übernommen, berichteten italienische Medien.

Die 14 Menschen an Bord, darunter Gäste und Besatzungsmitglieder, konnten rechtzeitig gerettet werden und blieben unverletzt. Nachdem der Brand gelöscht worden war, drang Wasser in den Rumpf ein, sodass die Menschen die Jacht verlassen mussten.

Private Boote in der Nähe nahmen sie zunächst auf und brachten sie in die Ortschaft Poltu Quatu auf Sardinien. Der Eigentümer blieb nach Angaben der Behörden an Ort und Stelle und wartete auf die Küstenwache und die Hafenbehörde von La Maddalena.

Gebiet gesperrt

Die Jacht liegt inzwischen auf rund sieben Metern Tiefe auf der Seite. Bisher wurden keine Treibstofflecks festgestellt. Vorsorglich wurde das Gebiet um das Wrack mit schwimmenden Sperren abgesichert, um eine mögliche Verschmutzung des Meeres zu verhindern.

Die Behörden überwachen die Stelle, bis ein Spezialunternehmen mit einem Bergungsschiff eintrifft und das Wrack geborgen werden kann.

Die „Angiola II“ wurde 2020 von der italienischen Werft Permare gebaut. Die 145 Tonnen schwere Jacht verfügt über fünf Gästekabinen und Unterkünfte für die Besatzung.