In der Demokratischen Republik (DR) Kongo sind nun bereits sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes von Ebola betroffen. Mittlerweile seien auch Fälle in der Stadt Buta in der Provinz Bas Uele bestätigt worden, sagte der Direktor der Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, gestern in seinem wöchentlichen Lagebericht.
Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Mai 4.566 Fälle bestätigt. 2.128 Menschen starben an der hochansteckenden Infektionskrankheit.
Das seien jedoch nur die Zahlen seit der offiziellen Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs, betonte Kaseya. „Alle uns vorliegenden Studien deuten darauf hin, dass der Ausbruch etwa im Februar begann, und wir haben keine Ahnung, was zwischen Februar und Mai passiert ist.“ Alle Daten zu Fallzahlen umfassten lediglich die Zeit von Mai bis jetzt.
Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist.