Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben mit zwei Drohnen eine Raffinerie des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco im Südwesten Saudi-Arabiens angegriffen.

Der Angriff sei eine Reaktion auf saudi-arabische Verletzungen des jemenitischen Luftraums und der Souveränität des Landes in den Provinzen Saada und Haddscha gewesen, berichtete die den Huthis nahestehende Nachrichtenagentur Saba gestern unter Berufung auf eine Militärquelle.

Die Raffinerie sei „präzise getroffen“ worden, hieß es weiter. Die Huthis würden auf jede Verletzung der jemenitischen Souveränität und jeden Angriff auf das Land „entschlossen reagieren“, zitierte Saba die Militärquelle.

Laufend Angriffe

Die Spannungen zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen. Erst am Sonntag hatten die Huthis nach eigenen Angaben eine Ölanlage an der saudi-arabischen Küste des Roten Meeres angegriffen. Bereits im Juli hatte die Miliz eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und Angriffe auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer gemeldet.

Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte seit 2015 die international anerkannte jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe drohen diese faktische Feuerpause zu beenden.