Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen in Deutschland wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1.800 Menschen leben, ist „sofort zu evakuieren“, teilte die Gemeinde in der Eifel heute Früh mit.
Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen nur noch etwa 400 Meter von dem Ort entfernt. Bei der Evakuierung ist es bisher zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin.
Wind drehte sich
In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bisher nicht.
Insgesamt stehen seit gestern Nachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“.
Evakuierung in kroatischem Touristenort
Ein unkontrolliert lodernder Waldbrand bedrohte in der Nacht auf heute indes in Kroatien den beliebten Touristenort Lokva Rogoznica südlich von Split. Hunderte Einheimische und Urlaubende seien aus dem Ort an der Adria-Küste in Sicherheit gebracht worden, hieß es in kroatischen Medienberichten. Es sollen 19 Menschen verletzt worden sein.
Die Flammen hätten bereits erste Häuser zerstört. Die Feuerwehr schätzte die Lage als „äußerst besorgniserregend“ ein. Das von Windböen immer wieder angefachte Feuer fraß sich den Berichten zufolge zunächst durch Kiefernwälder und Vegetation und drang dann bis an die Ortsgrenze von Lokva Rogoznica heran.
Brand auf Chalkidiki unter Kontrolle
Ein großer Waldbrand auf der dicht bewaldeten westlichen Landzunge der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki wurde nach Angaben der Feuerwehr von heute Früh unter Kontrolle gebracht. Zahlreiche kleinere Brandherde und Glutnester müssten aber noch überwacht und gelöscht werden.
Mehr als 250 Urlauber und Urlauberinnen, viele von ihnen mit Kindern auf dem Arm und in Badebekleidung, wurden gestern laut Berichten des Senders ERT mit 15 kleinen Notfallbooten in Sicherheit gebracht. Zudem kam es zu Staus auf den Straßen, da viele Menschen versuchten, den Flammen auf dem Landweg zu entkommen.