Der Name von US-Präsident Donald Trump soll Berichten zufolge nun doch am Kennedy Center in Washington angebracht werden. Eine entsprechende Entscheidung habe der von Vertrauten des Präsidenten kontrollierte Verwaltungsrat des Kulturzentrums in Washington getroffen, berichteten gestern übereinstimmend die „New York Times“ und die „Washington Post“.
Es solle die Inschrift „Restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump“ an der Fassade des Gebäudes angebracht werden.
Die Inschrift „Restored and Renovated by President Donald J. Trump“ solle direkt unter dem Namen des Kulturzentrums an der Hauptfassade erscheinen, berichteten beide Zeitungen. Sie beriefen sich auf mit dem Vorgang vertraute Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten.
Monatelanger Streit
Über Trumps Namen an dem renommierten Kulturzentrum tobt seit Monaten ein erbitterter Streit. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025 hatte sich der Republikaner selbst zum Vorsitzenden des Kennedy Centers ernannt und das mit der angeblich linksgerichteten, „woken“ Einstellung der Einrichtung begründet.
Im Dezember stimmte der mit Trump-Verbündeten neu besetzte Verwaltungsrat dann dafür, den Ort in „Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ umzubenennen.
Richter stoppte Umbenennung
Trumps Name wurde daraufhin in Großbuchstaben über dem Kennedys angebracht. Ein Bundesrichter entschied aber, dass das nicht rechtmäßig sei. Nur der Kongress dürfe eine Umbenennung beschließen, begründete Richter Christopher Cooper seine Entscheidung.
Daraufhin wurde Trumps Name Mitte Juni nach Angaben des Verwaltungsrates wieder von der Fassade entfernt. Allerdings ist die Fassade seitdem mit einer riesigen Plane überdeckt. Ob die nun vom Verwaltungsrat geplante neue Inschrift mit dem Richterspruch kollidieren würde, blieb zunächst unklar.