Spanische Einsatzkräfte haben die sterblichen Überreste von drei Königen aus dem Mittelalter vor einem herannahenden Waldbrand gerettet. Die Flammen näherten sich gestern dem fast 1.000 Jahre alten Bergkloster San Juan de la Pena in der Region Aragon.

Für die Behörden begann ein Wettlauf gegen die Zeit, denn in dem historischen Gemäuer ruhen die ersten drei Könige von Aragon, die im elften Jahrhundert herrschten.

Eine Spezialeinheit des Militärs habe sich als Erste in die Gefahrenzone gewagt, sagte Mar Vaquero, die Vizepräsidentin der nordöstlichen Region. Es sei ihnen gelungen, wertvolle historische Gewänder zu bergen, bevor das Feuer sie zum Rückzug zwang.

Erst im zweiten Anlauf gelungen

Gemeinsam mit Polizisten und Denkmalschützern gingen sie Vaquero zufolge ein zweites Mal in das bedrohte Kloster und schafften es, die Gebeine der Könige sowie mehrere historische Gemälde aus dem Pantheon zu holen. „Eine unglaublich mutige Leistung“, lobte Vaquero die Einsatzkräfte.

Die Gebeine seien nun sicher im 80 Kilometer entfernten Provinzmuseum von Huesca untergebracht, wo sie blieben, bis die Gefahr vorüber ist. Das Feuer, angefacht durch Hitze und starke Winde, hat bereits über 9.000 Hektar Land verwüstet und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Das Kloster selbst stand zuletzt noch unversehrt inmitten der verkohlten Landschaft.