Bei einem Unfall eines Reisebusses aus Polen sind im Osten Ungarns heute mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Reisende erlitten Verletzungen, wie die ungarische Polizei in der Bezirkshauptstadt Miskolc mitteilte.
Der Bus war auf der Autobahn M3 bei Mezökeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht am Lenkrad eingeschlafen. Die Behörde nahm ihn anschließend fest.
Der Bus war den Angaben zufolge von Serbien in Richtung Polen unterwegs gewesen, an Bord hatten sich 57 Passagiere und zwei Busfahrer befunden. Elf Menschen starben an der Unfallstelle, ein weiterer Mensch nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte brachten nach eigenen Angaben zehn weitere schwer verletzte Menschen ins Krankenhaus, die 37 übrigen Insassen des Busses wurden leicht verletzt.
Magyar und Nawrocki bestürzt
Regierungschef Peter Magyar sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Es war der schwerste Unfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Reisebus raste.
Der polnische Präsident Karol Nawrocki zeigte sich erschüttert. „Im Angesicht dieser unvorstellbaren Tragödie, die uns alle berührt, bin ich im Gebet und tiefsten Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer verbunden“, schrieb er auf X. Polens Regierungschef Donald Tusk kündigte an, ein Sonderflugzeug mit medizinischem Personal und Vertretern des Außenministeriums nach Ungarn zu entsenden.