Der Patriarch von Jerusalem, der italienische Kardinal Pierbattista Pizzaballa, hat Tajbeh besucht, das vollständig christliche Dorf im Westjordanland, das nach Angriffen israelischer Siedler de facto von der israelischen Armee (IDF) abgeriegelt wurde. Weder Israelis noch Ausländer oder Journalisten dürfen das Dorf betreten.
„Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um die kirchliche Präsenz hier und auf allen Ebenen im gesamten Heiligen Land zu bewahren“, sagte Pizzaballa bei einer Messe laut Medienangaben von heute. „Wir wollen eine Gemeinschaft bleiben, die lebt, ohne auf unsere Rechte zu verzichten. Deshalb: Seid mutig. Habt keine Angst.“
Das israelische Militär hat das palästinensische Dorf Tajbeh im Westjordanland zu einer geschlossenen militärischen Zone für Nichteinwohner gemacht. Damit sollen zunehmende Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser verhindert werden, teilte die Armee mit. Die Anordnung gelte nur für Israelis und nicht für Palästinenser. Hintergrund seien gewalttätige Übergriffe von Israelis in der Region, sagt ein Sprecher. Tajbeh ist eines der letzten verbliebenen christlichen Dörfer im Westjordanland.