Hatte es gestern zunächst nach leichter Entspannung beim schweren Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien ausgesehen, hat sich die Lage später wieder verschlechtert. Entgegen früheren Plänen wurde am Abend auf deutscher Seite eine Evakuierung angeordnet.
Die Menschen in Teilen der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau sollten sich in Sicherheit bringen. „Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn erfordert eine sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof und Geisberg“, teilte die Stadt Monschau auf ihrer Website mit. Eine Notunterkunft sei in der Schule eingerichtet worden. Betroffen seien 17 Häuser und maximal 30 Menschen.
Zuvor war ein Übergreifen des Feuers noch verhindert werden. Bisher wurden 3.000 Hektar Fläche verbrannt, es handelt sich um den größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens.
Brand im Hürtgenwald unter Kontrolle
Zumindest konnte der Brand im nahe gelegenen deutschen Hürtgenwald unter Kontrolle gebracht werden. Ein Aufklärungshubschrauber mit Wärmebildkamera beobachtete aber weiter, ob sich die vereinzelten Glutnester auf dem 300 Hektar großen Areal wieder entzünden. Zwei Löschhubschrauber blieben ebenfalls an Ort und Stelle.
Drei Tote in Griechenland und Spanien
Auch in Griechenland kämpften die Einsatzkräfte weiter gegen mehrere Feuer: Auf der Insel Salamis brachen zwei Brände aus. Dabei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Hunderte Urlauber und Einheimische mussten nach Feuerwehrangaben in Sicherheit gebracht werden, nachdem nahezu gleichzeitig zwei Brände in der Nähe beliebter Badestellen im Süden und Osten der Insel ausgebrochen waren.
Auch im Nordosten Spaniens gab es einen Todesfall, ein Soldat kam bei der Bekämpfung eines Waldbrands ums Leben. Regionalpräsident Jorge Azcon erklärte im Onlinedienst X seine „aufrichtige Anteilnahme“ angesichts des Todes des Soldaten, der im Kampf gegen den Brand in der Region Aragon im Einsatz war. Örtlichen Medien zufolge hatte sich sein Fahrzeug überschlagen. An den Löscharbeiten sind Hunderte Einsatzkräfte beteiligt.