Als bei Bekannten von Florian und Bernhard Kinast aus Strengberg (Bezirk Amstetten) die Tochter einen schweren Unfall erlitt, wollten die beiden helfen: „Wir haben aufgeschnappt, dass es die Möglichkeit gibt, Kronkorken zu sammeln und die Menge dann an eine Recyclingfirma zu verkaufen“, erzählt Florian Kinast gegenüber noe.ORF.at. Mit dem Reinerlös wollen sie den Eltern des Kindes finanziell unter die Arme greifen.
Was mit ungefähr 30 Kilo in Florian Kinasts Wohnung gestartet hat, sind mittlerweile sechs Tonnen Kronkorken und Metall-Schraubverschlüsse. Sie sind am Familienbauernhof gelagert und sollen nun an eine Recyclingfirma verkauft werden.
Korkenspender mit bis zu 2,4 Tonnen
Durch Erzählungen und mediale Aufmerksamkeit fanden sich immer mehr Spender – darunter Vereine und Privatpersonen, die fleißig für die Familie mitsammelten. „Wir hatten dann plötzlich einen Großspender da, der uns 2,4 Tonnen gebracht hat. Und auch aus der Steiermark ist extra jemand mit Kronkorken angereist“, erzählt Kinast.
Bisher lagerten die Brüder das sechs Tonnen schwere Sammelgut in Kisten, in denen normalerweise Streuobst aufbewahrt wird. „Mein Bruder hat den Bauernhof unserer Eltern übernommen und stellt auch Birnenmost her. Für die Ernte braucht er jetzt aber langsam wieder seine Kisten“, erklärt Florian Kinast.
Pro Tonne könne man mit dem Alteisenpreis – also etwa 100 Euro – rechnen. Laut Kinast plant die Empfänger-Familie, das Geld in eine Therapie oder bauliche Maßnahmen, wie etwa einen Lift, für das Mädchen zu investieren.