Mit den Vorbereitungen für das riesige Maislabyrinth in Klein-Meiseldorf begann Betreiber Michael Andres bereits Anfang Jänner. Zuerst entstand das Motiv als Zeichnung auf Papier. Anschließend wurde es digitalisiert und mit Messpunkten versehen. So weiß der Traktor beim Anbau später ganz genau, wo Mais gesät wird und wo die Wege frei bleiben müssen.

Während das Labyrinth auf dem Computer über Monate geplant wird, geht das Anlegen auf dem Feld überraschend schnell. Die gesamte Fläche ist innerhalb von rund drei Stunden angelegt. Weil der Mais biologisch angebaut wird, verzichten die Betreiber auf Spritzmittel. Stattdessen werden die Wege während der Saison händisch und mit speziellen Geräten gepflegt.

Heuer findet das „Kukuruz-Labyrinth“ bereits zum dritten Mal statt. Dahinter steckt die Idee, Landwirtschaft auf eine andere Art erlebbar zu machen. „Wir möchten zeigen, dass Landwirtschaft mehr kann“, erklärt Betreiber Andres. Das diesjährige Motiv zeigt unter anderem das Logo von Radio Niederösterreich und soll die Verbundenheit mit Niederösterreich unterstreichen.

Rätselspaß für Groß und Klein

Neben dem großen Labyrinth wartet heuer ein Musikquiz mit 20 Fragen von Mozart bis Michael Jackson auf die Besucherinnen und Besucher. Für die jüngsten Gäste gibt es eine eigene Minimaispromenade mit Tiermotiven und altersgerechten Rätseln. Geschicklichkeitsspiele und eine 2,5 Kilometer lange Elektro-Gokart-Bahn ergänzen das Angebot.

Der Zuspruch wächst von Jahr zu Jahr. Rund 6.000 Menschen besuchten das Labyrinth im ersten Jahr, im Vorjahr waren es bereits 9.000. „Heuer hoffen wir erstmals auf mehr als 10.000 Gäste“, sagt Andres.

Ist die Saison vorbei, verschwindet das Labyrinth wieder. Der Mais wird wie gewohnt geerntet und unter anderem für die Stärkeindustrie weiterverarbeitet. Geöffnet ist das „Kukuruz-Labyrinth“ den gesamten August täglich von 9.00 bis 20.00 Uhr.